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Friesematenten — bauen, verdienen, Gegner ärgern

Friesematenten

  • Friedemann Friese
  • AMIGO
  • ab 12 Jahren
  • für 2-4 Spieler
  • ca. 45 Minuten

Überblick/Story

Spieler von „Friesematenten“ errichten ihr eigenes Imperium und versuchen, auf dem Weg nach oben Fabriken zu bauen, Statussymbole anzuhäufen und nebenbei generell fieser zu sein als ihre Gegner.

Das Spielmaterial setzt sich zusammen aus insgesamt 60 Spielkarten in vier verschiedenen, farblich unterschiedenen Kartentypen (Fabrik-, Aktions-, Statussymbol- und Einflusskarten), dem Startspielerstein, Geldnoten in den Werten 1,5,10 und 50 Euro und der Anleitung. Letztgenannte setzt zwar keine neuen Maßstäbe, was Umfang und Gestaltung angeht, ist aber leicht verständlich geschrieben und sollte jedem die einfachen Regeln erklären.

Alle Spieler starten mit nichts als ihrem großen Traum vom eigenen Imperium und 60 Euro Startkapital. Das scheint recht knapp bemessen, reicht aber tatsächlich für die eine oder andere „Fabrik“, wenn man bedenkt, dass beispielsweise eine Schlachterei oder Bäckerei je für (mindestens) 18 Euro zu haben sind. Der Wert des Geldes ist in diesem Spiel also eher an Kinder-Monopoly angelehnt, wo auch mit überschaubaren Zahlen gearbeitet wird.

„Mindestens 18 Euro“ deutet übrigens bereits darauf hin, dass in diesem Spiel nicht alles seinen festen Wert hat. Vielmehr wird jedwede Karte, die im Markt verfügbar ist, nicht einfach verkauft, sondern versteigert. Interaktion spielt bei Friesematenten also eine wichtige Rolle — Mitspieler überbieten und ärgern sich regelmäßig gegenseitig, dass es dem einen oder anderen vielleicht sogar zuviel wird. Wer dem Spieluntertitel „Wir sind nicht hier, um Freunde zu finden!“ bisher keine Beachtung geschenkt hat, aber vielleicht zu den Spielern gehört, die gern still und friedlich vor sich hinpuzzeln, sollte seine Kaufentscheidung überdenken.

Ablauf

Bis das Spielziel erreicht ist (40 Siegpunkte oder Nachziehstapel wurde zweimal geleert), durchlaufen die Spieler jede Runde der Reihe nach vier Phasen, in denen einiges vom eingangs Erwähnten passieren kann:

Phase I „Auffüllen der Börse“, in der die auf dem Markt verfügbaren Karten auf fünf aufgefüllt werden.

Phase II „Aktions- und Einflusskarten ausspielen“, in der Spieler die Gelegenheit haben, das eigene Imperium gegen An- und Übergriffe von außen abzusichern (z.B. „Security“ — schützt eine Karte gegen direkte Aktionen), oder ebensolche Attacken gegen die Kontrahenten zu richten (z.B. „Streik“ — eine beliebige Fabrik produziert in der aktuellen Runde nicht und wirft somit kein Einkommen für den Betroffenen ab).

Phase 3 „Karten ersteigern“, in der die ausliegenden Karten der Reihe nach unter den Hammer kommen und meist einen neuen Besitzer finden.

Phase 4 „Produktion und Einkommen“, in der alle Spieler 30 Euro „Grundeinkommen“ erhalten und zusätzlich das, was ihre Fabriken produzieren.

Spielt man Friesematenten mit weniger als vier Spielern, bleiben ein paar der Spielkarten in der Schachtel, denn pro Spieler werden lediglich 15 Karten in den Nachziehstapel hineingemischt. Dadurch weiß während des Spiels niemand ganz genau, was noch auf ihn zukommt.

Meine Gedanken dazu

Wie bei Machi Koro auch werden hier also primär immer mehr Karten ausgelegt, welche auf kurze Sicht das Einkommen vergrößern und Spieler auf lange Sicht in die Lage versetzen, die fürs Gewinnen nötigen Aufgaben zu erledigen — bei Machi Koro müssen vier Großprojekte umgesetzt und hier 40 Siegpunkte errungen werden. Parallelen sind also vorhanden, und wem das eine Spiel gefällt, der mag ebenfalls Gefallen an dem anderen finden.

Mir persönlich ist das Spielgeld zu fummelig, und da es einen Großteil des Spiels ausmacht, das Geld vom Tisch aufzusammeln und von der Bank zu holen oder dorthin zu bringen, hätte ich mir eine andere Umsetzung der Spielwährung gewünscht. Spielkarten mit den benötigten Werten wären mir angenehmer, da ich sie so auch auf die Hand nehmen und vor den Blicken der Mitspieler schützen könnte. Oder eine Mischung aus Pappgeldmünzen à la Auf den Spuren von Marco Polo und Die Paläste von Carrara, so dass die verdeckt gehaltenen Spielelemente hinter einen kleinen Pappaufsteller gelegt werden könnten.

Fazit

In den bisher gespielten 2-Spieler-Partien hatte ich eine Menge Spaß und viele verschiedene Spielverläufe und -ausgänge. Ein Spiel mit drei oder vier Spielern steht noch aus, aber es ist anzunehmen, dass durch das hohe Maß an Interaktion oder die immer wieder bitter-böse-lustigen Spielkartenillustrationen niemand am Tisch einschläft 😉


Bei Amazon hier erhältlich.

Veröffentlicht inGesellschaftsspiele
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