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Floris — macht die Gräfin glücklich!

Floris

  • Andrea Boennen
  • QANGO-SPIELEVERLAG UG
  • ab 9 Jahren
  • für 2-4 Spieler
  • ca. 20-30 Minuten

Überblick/Story

Eine den SpielerInnen° nicht namentlich bekannte Gräfin lädt wie jedes Jahr zum Blumenball ein, so dass sich alle kräftig floristisch ins Zeug legen können, um durch besonders schöne Blumenstraußgeschenke möglichst viele Sympathiepunkte zu erwerben.

° Wie immer verwende ich nur die männliche Form der Nomen, aber natürlich sind in allen Fällen auch immer die weiblichen impliziert.

Aufbau

Es werden alle 45 Spielkarten (neben der Anleitung das einzige Element in der handlichen Spielschachtel) bestens gemischt. Fünf Karten werden als „Markt“ in der Tischmitte offen ausgelegt, der Rest als verdeckter Nachziehstapel gut erreichbar daneben platziert. Das war auch schon der Aufbau!

Der „Markt“, bestehend aus 5 zufällig aufgedeckten Karten

Ablauf

Reihum geht es jetzt darum, Karten mit darauf abgebildeten Blumen zu organisieren, um daraus möglichst hochwertige Blumensträuße zu „binden“. Die Gräfin lehnt alle Blumensträuße ab, die weniger als fünf Blumen enthalten. Zudem müssen die Sträuße gemäß einer von drei Kategorien zusammen gestellt werden:

  1. Alle Blumen von einer Sorte
  2. Alle Blumen in gleicher Menge
  3. Blumenanzahl steigt an (z.B. 1 Rose + 2 Kornblumen + 3 Lilien)

Einige Möglichkeiten zeige ich hier auf den folgenden Fotos:

Aufsteigende Reihe: 1 Margerite, 2 Kornblumen, 3 Rosen, 4 Sonnenblumen = 12 Punkte (10 Blumen + 2 Zusatzpunkte)
Gleiche Anzahl: Je 1 Blume = 5 Punkte
Gleiche Anzahl: Je 2 von mehreren Blumen = 12 Punkte (10 Blumen + 2 Zusatzpunkte)
Gleiche Sorte: Nur Sonnenblumen = 5 Punkte

Doch wie kommen die Spieler an die Blumen? Wer an der Reihe ist, darf entweder nur die mittlere Karte oder zwei benachbarte Rand-Karten vom Markt oder eine bis zwei Karte(n) aus der persönlichen Auslage eines anderen Spielers nehmen. Ferner darf der aktive Spieler beliebig viele Karten aus der eigenen Auslage auf die Hand nehmen, um seinen Blumenstrauß zusammen zu stellen. Es darf bei der Auswahl der Blumen-„Quelle“ nicht gemischt werden, also beispielsweise nicht eine Karte vom Markt und eine Karte aus der Auslage eines Mitspielers genommen werden.

Hat sich der aktive Spieler nun entschieden, muss er als Nächstes überlegen, ob er die gewählte(n) Karte(n) auf die Hand nehmen oder in die eigene Auslage legen möchte. Ist nämlich eine Karte einmal auf der Hand, muss sie in den aktuellen Blumenstrauß eingebunden werden und darf nicht wieder aus der Hand abgelegt werden (es sei denn als „Müll“, was Minuspunkte einbringt, pro Blume einen). Karten in der eigenen Auslage hingegen bringen weder Plus- noch Minuspunkte, können aber von den Mitspielern in deren Zug genommen werden.

Bei der Wahl der Karten sollte man also immer im Blick haben, ob und inwiefern sie zu den Karten passen, die man bereits auf der Hand hat. Wahlloses Auf-die-Hand-Nehmen führt meist nicht zum Erfolg!

Hat man nun aber passende Karten auf der Hand, die zusammen einen fertigen Blumenstrauß ergeben, zeigt man diesen vor und legt ihn anschließend als offenen Stapel an die Seite, wo er für den Spieler bei Spielende mit allen anderen Punkten (für Blumensträuße, Handkarten und Müll) verrechnet das Resultat für die gesammelten Sympathiepunkte ergibt.

Als letzte Handlung in seinem Zug füllt der aktive Spieler etwaige vom Markt genommene Karten wieder auf, indem er für die freien Plätze auf dem Markt je eine Karte vom Nachziehstapel aufdeckt.

Die Gräfin ist besonders beeindruckt von Sträußen mit 9-15 Blumen darin. Wer dies schafft, erhält nicht nur, wie üblich, pro am Strauß beteiligter Blume einen Punkt, sondern darüber hinaus noch zwischen einem (bei 9 Blumen) und sieben (bei 15 Blumen) Zusatzpunkte. Sind mehr als 15 Blumen im Strauß enthalten, gibt es wiederum keine Boni.

Spielende

Das Ende einer Partie Floris ist erreicht, sobald der Markt nicht mehr vollständig aufgefüllt werden kann. In diesem Fall werden von den erzielten Punkten alle Blumen, die noch auf der Hand eines Spielers oder in dessen „Müllhaufen“ befinden, als Minuspunkte abgezogen. Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Meine Gedanken dazu

Blumensträuße zu binden, ist mal eine ganz andere Aufgabe, als Orks zu bekämpfen, ganze Städte zu errichten oder die Welt gegen Aliens zu verteidigen. Selbst wenn das Thema des Spiels nicht ganz zu dem passt, womit ich mich sonst in Spielen beschäftige, ist Floris eine angenehme Abwechslung. Dass es wegen des eher femininen Themas nun das typische Frauenspiel wird, wage ich daher auch zu bezweifeln. Letzten Endes geht es auch in Floris um die Beschaffung von Rohstoffen (hier: Blumen), die nicht unbegrenzt verfügbar und somit umkämpft sind, und Anhäufung von Punkten — bekannte Mechanismen also.

Mir persönlich fällt es schwer, schnell zu erkennen, welche der angebotenen Karten sich mit denen auf meiner Hand zu tollen Blumensträußen zusammen fügen, und ich frage mich, ob mir auf diesem Gebiet eine bestimmte Fähigkeit fehlt. Am ehesten gelingt es mir, Sträuße zu binden, wo alle Blumen von derselben Sorte sind. Alle Blumen mit derselben Anzahl zu sammeln, klappt auch ganz gut. Je mehr Karten involviert sind, desto länger dauert es allerdings, bis mein Hirn schaltet und oft würde ich am liebsten Karten nebeneinander legen, um verschiedene Kombinationen auszuprobieren. Beruhigenderweise scheint es anderen Spielern mitunter auch so zu gehen, denn gelegentlich gibt es Pausen im Spielverlauf, in denen die Mitspieler abwarten müssen, während der aktive Spieler die Möglichkeiten evaluiert.

Mir gefallen der schnelle Spielaufbau und die einfachen Regeln, nach denen Floris gespielt wird. Die Illustrationen sind zweckmäßig, die Anleitung ausführlich genug. Für die Bonuspunkte muss ich noch ab und zu auf die Tabelle schauen, die ich gern auf dem Tisch bereit lege, wenn ich mit Floris-Neulingen spiele.

In meinen ersten Partien schnitt ich nicht besonders gut ab, da ich nicht von der Möglichkeit Gebrauch machte, unpassende Karten als „Müll“ auszusortieren. Aktuell versuche ich eher, mehrere kleine Sträuße fertig zu stellen, als einen oder zwei große, denn auch wenn große Sträuße richtig viele Punkte bringen können, kann es leider auch passieren, dass während meines Zuges nicht die richtigen Karten zu haben sind und ich am Ende mit fetten Minuspunkten leben muss.

Fazit

Für ein kurzes Aufwärmspiel vor einem längeren Spielabend ist mir Floris wegen der oben geschilderten Denkpausen ein kleines Bisschen zu „aufwendig“, aber das mag sich mit der Zeit und Übung noch ändern.

Meine Videos dazu

Shopping

Erworben werden kann Floris aktuell beispielsweise im Müller-Mätzig Spiele Shop oder in den hier verzeichneten Geschäften.

Veröffentlicht inGesellschaftsspiele
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