Archiv für Oktober 2006

C64 lebt…!

Donnerstag, 19. Oktober 2006
Dies hier wird kein nostalgisch-melancholischer Beitrag, eher eine Mini-Linksammlung, die bei meiner Recherche entstanden ist.

In heutigen Browsergames (Abteilung: Rollenspiele) werden Kämpfe gern rein textlich gelöst, unter anderem um Datentraffic und die Notwendigkeit der Visualisierung von Spielwelt und -elementen zu umgehen, was einerseits verständlich ist, auf der anderen Seite aber den Spielen auch eine Menge Charme nimmt.

Schon im Jahre 1988 haben es uns die Entwickler des C64-Titels Pool of Radiance vorgemacht, wie es besser gehen könnte. Dort gab es nämlich ein sehr ausgefeiltes taktisches Kampfsystem, das eine Menge mehr Spaß und Abwechslung bringt, als die weit verbreiteten Umsetzungsvarianten aktueller Browsergames.

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Abb. 1: Kampf in Pool of Radiance

Um sich davon selbst zu überzeugen, sind allerdings ein C64-Emulator (1) und die entsprechenden Dateien (2) nötig, die das Spiel, welches heutzutage als Abandonware (3) gilt, auch auf modernen PCs zum laufen bringt.

1 Link zur Website des C64-Emulators ccs64
2 Link zu c64games.de, wo es reichlich Spiele für den C64 gibt
3 Ursprünglich urheberrechtlich geschütztes Material, von dem allgemein aber angenommen wird, dass die Rechteinhaber im Falle der Verbreitung beide Augen zudrücken.

Nachruf: Oxtrox - Raub der Sabrina

Donnerstag, 12. Oktober 2006
Vor einigen Jahren habe ich zur kurzweiligen Unterhaltung ein, wie soll man es nennen, Browser-Action-Rollenspiel gespielt, das schnell mal zwischendurch für einen Lacher und etwas Spannung gut war. Es trug den bescheuerten Titel “Oxtrox - Raub der Sabrina” und war in Flash5 umgesetzt gewesen. Man steuerte dabei seinen Character in Aufsicht durch ein zufällig generiertes Labyrinth, das von Monstern bevölkert war. Diese galt es natürlich um die Ecke zu bringen. So einfach das Spiel auch war, es hatte einige Pluspunkte, so dass ich mich wehmütig frage, warum es nicht mehr online verfügbar ist. Gibt man den Titel bei Google ein, landet man früher oder später bei Gamigo.de, wo aber zumindest für meine beschlagenen Äuglein nichts von dem Spiel zu finden ist. Im Netz gibt es lediglich noch ein paar (ver)alte(te) Spielhilfeseiten, die aber ohne Spielmöglichkeit auch keinen wirklichen Sinn ergeben.

Lustig fand ich an Oxtrox, dass man in der Highscoreliste die Todesursache der dort verzeichneten Helden und Heldinnen lesen konnte. So stand neben den anderen Daten, wie beispielsweise Klasse, Punktestand und erreichtes Level, auch etwa zu lesen “fiel einem klappernden Skelett zum Opfer” oder “ist erbärmlich verhungert”.

Natürlich gab es in diesem Spiel die obligatorischen Türen und Schatzkisten. Aus viel mehr bestanden die Labyrinthe nicht. Hier und dort konnte man Gegenstände und Gold finden, die bei selten auftauchenden Händlern auch eingetauscht werden konnten.

Die Gegenstände hatten die teils unangenehme Eigenart, unbekannte Wirkung zu haben. Außerdem konnte es passieren, dass man auf einen verfluchten Gegenstand traf und mit üblen Nebeneffekten leben musste.

Der Character konnte verlorene Gesundheitspunkte einerseits leicht durch Verstreichenlassen von Zeit (Leertaste drücken) wieder herstellen, musste aber auf der anderen Seite hin und wieder etwas essen, was wiederum bedeutete, sich im Labyrinth weiter vorzuwagen, um an Nahrung oder Gold für Nahrung zu gelangen.

Mir ist es nie gelungen, bis zum Spielziel vorzudringen; Sabrina blieb verschollen. Aber dank des tollen Spielprinzips habe ich es seinerzeit viele Male probiert.
Schade, dass es das Spiel nicht mehr gibt.


Nachtrag am 5. Mai 2009
Wie durch Zauberei (eigentlich eher durch Archive.org) habe ich noch ein paar verstaubte Brocken auftreiben können, die dazu dienen können, meinen trockenen Artikel ein wenig aufzupeppen. Zum einen wäre da ein Screenshot aus dem Spielablauf und ein Auszug aus der Liste “Die 100 eisernsten Recken”, welcher Lakotas Worte (siehe Kommentar) unterstreicht.



Lass deine User bezahlen!

Mittwoch, 11. Oktober 2006
Ich bin gerade über eine interessante Dienstleistung gestolpert, die Micropayment GmbH anbietet. Habe ich als Websitebetreiber Inhalte oder Angebote, für die meine User blechen sollen, schalte ich die Jungs von Micropayment zwischen. User, die in den Genuss des kostenpflichtigen Inhalts (z.B. Musikdatei) gelangen wollen, sehen dann zunächst ein Hinweisfenster im Browser, das beispielsweise zum Anruf einer speziellen Telefonnummer auffordert. Ist dieser Anruf erfolgt, wird dem User der angegebene Betrag mit der nächsten Telefonrechnung vom Konto abgebucht und er kann dann beispielsweise die gewünschte Datei herunterladen. Mir wiederum wird der Betrag abzüglich einer gewissen Gebühr durch Micropayments gutgeschrieben.

Diese Dienstleistung wird unter anderem in Browserspielen dazu verwendet, SpielerInnen Premiumfeatures erkaufen zu lassen.

So macht man es

Mittwoch, 04. Oktober 2006
Ich dachte groß, war erst klein,
doch “groß” kam später von ganz allein.

(S. Kromm)