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Isle of Skye

Isle of Skye

  • Alexander Pfister, Andreas Pelikan
  • Lookout Games
  • für 2-5 Spieler
  • ab 8 Jahren
  • ca. 60 Minuten

Überblick/Story

Wer sich bei ISLE OF SKYE (hier kurz „IoS“) an Carcassonne erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch, denn in beiden Spielen werden Landschaftsplättchen gezogen und an andere angelegt.
Im Unterschied zu Carcassonne wird hier jedoch keine große gemeinsame Landschaft gebaut, sondern jeder Spieler erschafft sein eigenes Gebiet. Das Spielgeschehen findet auch in Schottland statt und nicht in Frankreich, was auch daran deutlich wird, dass in IoS Clans, Schafe und Whisky eine tragende Rolle spielen.

Der Aufbau ist schnell erledigt

Jeder Spieler erhält eine Burg, einen „Axtmarker“, einen Wertungsstein und einen Sichtschirm in einer von fünf Farben.

Einer von 6 Sichtschirmen mit davor ausgelegten Landschaftsplättchen

Dann werden noch vier von 14 möglichen Wertungsplättchen zufällig gezogen und auf das zentrale Wertungstableau gelegt. Diese geben an, in welcher Runde welche Errungenschaften gewertet werden.

Zentrales Wertungstableau

Ablauf

IoS spielt sich erfreulich flüssig, da in jeder Runde die gleichen sechs Phasen durchlaufen werden, die als Spielhilfe auch noch auf den Innenseiten der Sichtschirme abgebildet sind:

1) Einkommen erhalten
Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler lediglich 5 Geldeinheiten durch seine Burg. Später kann noch Geld durch Whiskyfässer oder den Rückstandsbonus hinzu kommen.

2) Plättchen ziehen und vorm Sichtschirm platzieren
Jeder Spieler zieht blind drei Landschaftsplättchen aus dem mitgelieferten Beutel und legt sie aus, so dass alle sie gut sehen können. Das ist wichtig, da es im Folgenden darum gehen wird, diese Plättchen zu beurteilen und zu kaufen, denn ein großes, reiches Herrschaftsgebiet ist in IoS der Schlüssel zu vielen Siegpunkten und hohem EInkommen.

3) Axt und Gebote festlegen
Jeder Spieler weist — verborgen hinterm seinem Sichtschirm — jedem der drei Plättchen entweder den Axtmarker oder einen Geldbetrag zu. Wenn alle Spieler dies erledigt haben, werden die Sichtschirme beiseite gelegt.

4) Auktion/Landschaftskauf
Landschaftsplättchen, denen Axtmarker zugewiesen wurden, werden in den Beutel zurückgegeben.

Startspieler-Marker

Jeder Spieler, beginnend mit dem Startspieler, darf (muss aber nicht) nun reihum bei einem(!) Mitspieler ein übrig gebliebenes Landschaftsplättchen kaufen, und zwar zu dem Betrag, den der jeweilige Spieler zugewiesen hat. Der „Verkäufer“ erhält bei einem Verkauf den Betrag vom „Käufer“ und den eigenen angelegten Betrag zurück.
Hatten alle die Chance, etwas bei anderen Spielern zu kaufen, gelten jetzt die noch vor den Spielern ausliegenden Plättchen als von ihnen gekauft; die angelegten Beträge gehen zurück in den allgemeinen Geldhaufen.

Geld, Axtmarker und Wertungstafeln

5) Bauen
Die erworbenen Landschaftsplättchen werden als Nächstes von den Spielern in ihre Herrschaftsgebiete angelegt, wobei darauf zu achten ist, dass die auf den Plättchen dargestellten Landschaften fortgeführt werden müssen (Wasser an Wasser, Berg an Berg, Weideland an Weideland). Nur Straßen dürfen dabei ignoriert werden, spielen aber dennoch eine wichtige Rolle, da für einige Punkt- oder Geldgewinne eine Straßenverbindung nötig ist.

6) Wertung
Gemäß dem zentralen Wertungstableau werden das oder die aktuell wichtigen Wertungsplättchen der Reihe nach abgehandelt, um die Siegpunkte zu ermitteln und auf der Zählleiste zu vermerken, die jeder Spieler in dieser Runde erwirtschaftet hat.

Meine Gedanken dazu

Wer seinen gezogenen Landschaftsplättchen zu wenig Geld zuweist, läuft Gefahr, dass sie ihm von Mitspielern „weggekauft“ werden. Weist man aber zu viel Geld zu, bezahlt man vielleicht mehr als nötig und es bleibt eventuell zu wenig Bares übrig, um selbst bei einem Mitspieler etwas kaufen zu können. Im ungünstigsten Fall (bei Partien mit mehr als zwei Spielern) geht ein Spieler ohne Landschaftsplättchen in Phase 5, weil ihm die beiden vorm eigenen Sichtschirm ausliegenden weggekauft wurden und er selbst keines bei jemand anders gekauft hat. Im besten Fall erhält man drei Landschaftsplättchen, um sein Herrschaftsgebiet auszubauen.
Ich würde so weit gehen zu sagen, dass mehr Landschaftsplättchen auch zu mehr Erfolg führen; Geld zu horten und bis Spielende anzuhäufen, hat sich als weniger erfolgreich herausgestellt, da viele Punkte durch auf Landschaftsplättchen aufgedruckte Bonuswertungsmöglichkeiten erzielt werden.

Das Spiel ist abwechslungsreicher als das oben zum Vergleich herangezogene Carcassonne, da in IoS viele Möglichkeiten bestehen, welche Errungenschaften in der aktuellen Partie gewertet werden. Durch die Schriftrollen kommt ein weiteres Element hinzu, das für Variation sorgt. Mir gefällt an IoS genau dieses vielschichtige Wertungssystem, das auf mich wirkt, als hätten die Herren Pfister und Pelikan sich Carcassonne vorgenommen und (erfolgreich!) versucht, dessen beste Elemente zu übernehmen und interessanter zu machen.

Bisher habe ich es in Zwei-Spieler-Runden gespielt, kann mir aber vorstellen, dass es zu dritt, viert oder fünft nochmal anders aussieht. Primär dürfte es bei mehr als zwei Spielern länger dauern, bis man alle Landschaftsplättchen gesichtet, bewertet und seinen „Einsatz“ jeweils kalkuliert hat. Exakt dieses Sichten- und Analysieren-Müssen der Landschaftsplättchen rückt IoS für mich aus dem Familienspielbereich hinaus in die Kennerspielecke; Wenig-SpielerInnen könnten diesen essenziellen Teil des Spiels als Spielfluss hemmend und überfordernd empfinden. Diesen Leuten sei mit Carcassonne ein Klassiker empfohlen, der meines Erachtens einen Tick weniger Hirnschmalz erfordert und sich daher für die eine oder andere Spielsituation besser eignet.

Dass alle Spielelemente mangels abgetrennter Fächer als unordentlicher Haufen in der Schachtel liegen, finde ich weniger schön. Ich denke bereits darüber nach, mir aus Leichtschaumplatten etwas Passendes zu basteln.

Die Anleitung ist ordentlich gemacht, auch wenn offenbar viele SpielerInnen weltweit nach ihrer Lektüre noch die eine oder andere Frage hatten. Zugegeben, wenn ich Carcassonne, Limes und auch sonst keine Legespiele kennen würde, wäre mir vielleicht auch die eine oder andere Stelle der Anleitung zu wenig.  Auf BoardGameGeek gibt es im Forum allerdings auch dazu genug Material (teilweise direkt von den aufmerksamen Autoren persönlich), um alle verbliebenen Unklarheiten zu beseitigen.

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Veröffentlicht inGesellschaftsspiele
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