Glubschfinger schlägt zu - another Handy bites the dust

01. November 2007
Das kommt dabei heraus, wenn man mit glubschen Pfoten ein fragiles Objekt zu handhaben versucht. Freier Fall aus einem halben Meter Höhe auf eine Holztischplattenkante (allein das Wort klingt hart und als könnte es auch andere Sachen töten/zerlegen) plus finale Landung auf (wiederum einen halben Meter entferntem) Industrieteppich bezogenem Estrich ist also nichts für diese Baureihe…
Wäre ich einer jener Leute, die Handys zum Testen und Beurteilen bekommen, würde ich mich jetzt nicht so ärgern. Dann bekäme das Teil einfach eine schlechte Haltbarkeitsnote, und Schluss.
Eine schlechte Usability-Note bekäme es übrigens auch. Bisher konnte ich per Eingabestift zwei Buttons im Display des Handys drücken, um das Handy zu sperren oder zu entsperren. Das Touchpad ist allerdings durch den Sturz/Wurf jetzt nicht mehr zu gebrauchen, daher muss ein alternativer Weg zur Entsperrung des Handys her. Die Wipptaste direkt über der Rufannahme-Taste löst interessanterweise die Auswahl des einen “Entsperren”-Buttons im Display aus. Kurz darauf muss allerdings noch ein weiterer Button betätigt werden, um die Entsperrung zu vervollständigen, doch dafür finde ich keine geeignete Taste am Handy. Das alternative Drücken der Sternchentaste scheitert an dem Nicht-Vorhandensein eben jener Sternchentaste. Schade, so kann ich — zum zweiten Mal in meiner Handynutzungshistorie — das Handy nur noch passiv nutzen, sprich: zum Angerufenwerden.
Der Schlamassel hat natürlich diverse Fragen und Gedanken losgetreten; bekomme ich das kostenneutral vom Hersteller ersetzt? Was kostet ein Austauschgerät desselben Typs? Sollte ich das gleiche Handy erneut kaufen? Bin ich überhaupt handy-tauglich?
Nüchtern betrachtet, habe ich kaum eine der tollen Funktionen dieses Handys eingesetzt. MP3-Dateien abspielen? Gelegentlich, aber eher so selten, dass der Verlust dieser Möglichkeit nicht weiter schmerzt. Video-Dateien anschauen? Auf einem 320×240-Display macht das nicht wirklich Sinn für mich. Sprachmitteilungen aufnehmen (Diktiergerätfunktion)? Ein-, zweimal am Anfang, dann nie wieder. Kontaktdaten verwalten? Jo, aber Name plus Rufnummer hätte gereicht. Im Internet surfen? Auch eher eine Qual dank des kleinen Screens bzw. meinem durch den normalen Arbeitsplatz (ver-/)gewöhnten Anspruch (2×19″). QWERTZ-Tasten zum Schreiben von SMS oder längeren Dokumenten? Dauerte immer zu lang. Fotos schießen mit der eingebauten 1.3-Megapixel-Kamera? Häufig benutzt, aber jedesmal zusammengezuckt, wenn ich das Ergebnis am Rechner angeguckt habe. Vor lauter Farbrauschen glichen die Aufnahmen eher Suchbildern.
Fazit: Das nächste Handy wird wohl eines ohne jeglichen Schnickschnack. Oder das teuerste und unkaputtbarste Handy der Welt…

Ich lebe rechts

12. Oktober 2007
Politisch betrachtet macht die Headline auf mich bezogen keinen Sinn, räumlich verstanden wäre sie unvollständig, journalistisch gesehen jedoch ist sie tauglich…
In der Online-Version der Herald Sun kann man hier interessehalber einmal prüfen, welche Hirnhälfte man hauptsächlich einsetzt.
Mich hat das Ergebnis teilweise überrascht - ich sehe die Tänzerin ausschließlich im Uhrzeigersinn rotieren, was laut Artikel bedeutet, dass meine rechte Hirnhälfte Überstunden macht und mein Wesen u.a. durch folgende Aspekte geprägt ist:

  • sieht eher das “große Ganze”
  • Vorstellungskraft herrscht vor
  • glaubt
  • zeigt Möglichkeiten auf
  • nimmt Risiken inkauf
Also nix mit Logik, Detailorientiertheit, Mathematik und Wissenschaft, Realitätsverwurzelung, usw.
Wollte euch nur warnen… ;)

Mo(bile)Blogging — besser spät als nie

01. Oktober 2007
Yay - ich sitze gerade bei Reiszeit in der Grindelallee (Hamburg) und verfasse meinen ersten wirklichen mobilen Blogeintrag. Naja, nicht der Eintrag ist mobil; der bleibt schön, wo er ist. Aber endlich kann ich mich auch in irgendwelche Cafés setzen, die einen Hot Spot (für drahtlosen Internetzugang) haben, und arbeiten, surfen und eben auch bloggen. Klar, die Menschheit kann das schon viele Jahre. Mein neues Notebook versetzt mich allerdings erst jetzt in diese Lage.

Neben mir steht ein eiskalter Erdbeereismilchshake (0.4l, EUR 3,20), ich sitze an einem Stehtisch-mit-Hocker, der eher an einen Bartresen erinnert, jedoch nicht zum Barkeeper gewandt ist, sondern zum Fenster, das den Blick auf die vielen Leute freigibt, die hier an dieser belebten Straße in unmittelbarer Nähe zum Campus der Universität Hamburg spazieren gehen. Nebenan befindet sich die Buchhandlung Wohlthat, die bei diesem trockenen und einigermaßen sonnigen Wetter ihre Buchstände vor der Tür auf dem Gehweg aufgestellt hat.

Mein “Einsatzort” lässt in Sachen Ergonomie noch etwas zu wünschen übrig; der Drehhocker ist trotz fehlender Rückenlehne bequem genug, aber meine Arme hängen beim Tippen auf der Tastatur meines auf dem langen Tresentisch/Tischtresen aufgestellten Notebooks in der Luft. Eine Steckdose ist hier auch nicht in Sicht; früher oder später werde ich also umziehen müssen, allein um den Akku meines Rechners aufzuladen. Aber der warnt mich ja rechtzeitig durch ein Piepsen…

Oh, da hinten wird ein anderer Platz frei. Schnell die Ausrüstung rüberschaffen. Netzteil fürs Notebook mit der Steckdose verbinden, die unter meiner neuen Sitzbank angebracht ist und offenbar frei genutzt werden kann. Ach, dann stecke ich gleich mein Handyladegerät in die Dose daneben und erhalte für meine drei Euro zwanzig gleich noch zwei Portionen Strom dazu.

Dieser Platz hier ist zum Arbeiten etwas besser geeignet, auch wenn der Tisch eher klein ist und gerade mal meinem Notebook, dem Eismilchshake, einem Serviettenhalter, meiner Zigarettenschachtel und einem Aschenbescher Platz bietet, so dass ich froh bin, dem Rat meines Kollegen Oliver gefolgt zu sein und mir kein 17-Zoll-Laptop gekauft zu haben. Am Stehtisch gegenüber wird geraucht, so dass ich mir die soziale Ächtung, die uns Rauchern laut Allen Carr zuteil wird, mit dem hübschen, jungen Mädchen dort drüben teile und mir zur Feier der Situation auch eine anzünde…
Im Hintergrund richte ich mir einen FTP-Client ein, damit ich unterwegs auch auf meine Webserver zugreifen kann.

Eingabetextfelder

27. September 2007
Ich wollte nicht so recht glauben, dass es geht, daher habe ich es ausprobiert und bin positiv überrascht worden: Selbst statisch auf die Flashbühne gezeichnete Eingabetextfelder (und nicht etwa nur per ActionScript erzeugte) lassen sich per ActionScript  quasi “stummschalten”, so dass keine weiteren Eingaben ins Textfeld mehr möglich sind.

Für die Wandlung vom Eingabetextfeld hin zum dynamischen Textfeld sorgt die Eigenschaft type der Textfeld-Klasse.

Beispiel
Auf der Bühne wird ein schlichtes Eingabetextfeld aufgezogen. Als Instanznamen bekommt es ebenso schlicht tf. Ein beliebiger Button bekommt den Instanznamen b und wird ebenfalls auf die Bühne gelegt. In Frame 1 sorgt dann folgendes Skript dafür, dass zu Beginn zwar Eingaben in das Textfeld möglich sind, nach Klick auf den Button funktioniert das dann aber nicht mehr, da das Textfeld dann bereits ein dynamisches ist und somit keine Eingaben annimmt.

b.onPress = function () {
tf.type = “dynamic”;
}

Übersicht WeBlog-Software

26. Juli 2007
Falls nochmal jemand fragt; es hat sich jemand die Mühe gemacht, eine “Übersicht” diverser verfügbarer WeBlog-Softwareprodukte zu erstellen, und bildet sie hier im Netz ab.

Ordnerzugriff beschränken auf 1blu-Server

04. Juli 2007
Da man bei 1blu offenbar darauf verzichtet, KundInnen eine praktische Funktion anzubieten, mittels derer auf einfache Weise ein Verzeichnis mit einem Zugangsschutz versehen werden kann, ist Handarbeit gefragt.

Statt der mir geläufigen Kombination aus .htaccess und .htpasswd muss es hier das Paar .htaccess und .htuser sein. Letztgenannte sieht aber genau so aus wie die bekannte .htpasswd, heißt aber eben nur anders.

Wird beides im ASCII-Modus hochgeladen, klappt auch alles. Aber nur, wenn man sich vorher den absoluten Pfad aus den FAQ herausgepuhlt hat. Der sah bei der aktuellen Kundin so aus: /hp/ag/ae/rd/www/

An diesen Pfad schließt sich dann noch der Rest des Pfades an, der auf die .htuser-Datei zeigt, etwa so: /hp/ag/ae/rd/www/meinGeschuetztesVerzeichnis/

Somit könnte eine schlichte .htaccess-Datei so aussehen:

AuthName “Geschuetzter Bereich”
AuthType Basic
AuthUserFile /hp/ag/ae/rd/www/meinGeschuetztesVerzeichnis/.htuser
AuthGroupFile /dev/null
require valid-user

Beide Dateien, also .htaccess und .htuser, liegen dann im Verzeichnis namens meinGeschuetztesVerzeichnis.

Gute Erfahrung mit Amazon und DHL

11. Juni 2007
Hat nicht viel mit dem zu tun, was ich in der Regel in meinem Blog veröffentliche, aber ich möchte im Gegensatz zu den vielen Meckereien in den vergangenen zwei Jahren auch mal etwas Positives vermerken, wenn es denn schon mal vorkommt.

Am vergangenen Freitag Abend bestellte ich via Amazon das Multifunktionsgerät Canon Pixma MP 830 und habe heute Mittag die Lieferung bereits im Büro liegen. Und das um einige Euro günstiger und bequemer (denn es wurde mir ja von einem wackeren DHL-Mann direkt zum Schreibtisch geschleppt), als wenn ich das Teil beim Elektronikhändler umme Ecke gekauft hätte. Ich habe beschlossen, mir meine Freude über diese Begebenheit nicht nehmen zu lassen und denke bewusst nicht an die vielen Kleinunternehmer, die mir das Gerät auch hätten verkaufen, preislich aber nicht mit den “Großen” mithalten können… Nein, darüber denke ich diesmal nicht nach.

Übrigens: beim Kauf von Computer- und Büro-Elektronik vertraue ich seit einigen Jahren auf Tests der Urheber der Website chip.de und deren Print-Ableger test & kauf und bin noch nicht enttäuscht worden.

Löschen von Intervallen ist tricky

10. Mai 2007
Es gibt ja in Flash seit einiger Zeit die Methode setInterval(), mit der sich wiederkehrende Abläufe recht flott umsetzen lassen und die, richtig eingesetzt, onEnterFrame-Konstrukte überflüssig machen können.

Rufen lassen sich diese hilfreichen Geister ganz einfach, aber man wird sie nicht so einfach los. Wird beispielsweise in einem Film B, der in einen Film A geladen wird, ein Intervall gestartet, reicht es nicht aus, Film B mittels unloadMovie() zu entladen — das Intervall wallt fröhlich weiter.

Ein pfiffiger Ansatz scheint mir der hier beschriebene zu sein.

Nachts in Hamburg essen…

29. April 2007
…das kann man wohl vergessen.

Mööönsch, jetzt wollte ich mein eh schon ungesund verlebtes Wochenende mit einem After-Work-McDonald’s-Besuch krönen und kriege ums verrecken nicht ermittelt, ob um diese Zeit überhaupt noch eine Filiale geöffnet hat.

Es kann doch nicht sein, dass es kein Online-Verzeichnis der Öffnungszeiten gibt? Nicht mal auf der McDonald’s-Website selbst werde ich fündig. Und das, obwohl die Splashpage mir die vorbildliche Wahl zwischen Schnell-Info-Abrufen und Nerv-mich-mit-langen-Ladezeiten lässt.

Nein, dieser Eintrag hat keine Pointe. Ich habe Hunger.

Geodating für den Hausgebrauch

24. April 2007
Ein Kunde wollte gern für seine eigenen GoogleMaps ein CMS haben, bei dem er nur eine Adresse, wie z.B. “Grindelallee 27c, 20146 Hamburg”, eingeben muss und per Knopfdruck die nötigen Breiten- und Längengraddaten erhält.

Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich. Nach ein paar Stunden Recherche und Bastelei habe ich dann auch eine Lösung programmiert, die ohne lästiges GoogleMaps-API-Einbinden auskommt.

Die Demo gibt die zwei Werte Latitude und Longitude lediglich in einem JavaScript-Fenster aus. Im CMS für meinen Kunden hingegen werden gleich diverse Formularfelder (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Stadt, Breiten- und Längengrad) vorausgefüllt, so dass er eine Menge Arbeit einspart.

Die vollständige GoogleMaps-Seite mit allen so eingetragenen Adressen zu generieren, dürfte jetzt nur noch Formsache sein.

Mein Newsgroup-Kollege Dominik machte mich noch auf dieses Projekt (OpenGeoDB - freie Geokoordinaten-Datenbank) aufmerksam. Sicher auch mehr als einen flüchtigen Blick wert.